Calcium beim BARFen – Welche Möglichkeiten gibt es zur Bedarfsabdeckung?

Calcium beim BARFen – Welche Möglichkeiten gibt es zur Bedarfsabdeckung?

Du hast Dich schlau gemacht. Und Dich dazu entschieden, Deinen Hund oder Deine Katze roh zu füttern. Sehr gut! Aber irgendwie lässt Dich die Frage nach dem Calcium nicht los.

Sollst Du ganze Knochen füttern? Obwohl Dir bei dem Gedanken nicht so richtig wohl ist, weil Dein Hund ein starker Schlinger ist? Also lieber gewolft?

Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit, einen Calciumzusatz zu füttern.

Aber da ist die Auswahl so groß, dass Du unsicher bist, was geeignet ist.

Kommt Dir das bekannt vor?

 

Calcium ist ein elementarer Bestandteil der Fütterung. Ohne geht es nicht.

 

Calcium ist ein elementarer Baustein, ihm kommen im Körper eine Vielzahl von Funktionen zu:

  • es trägt maßgeblich zu einer ausreichenden Mineralisierung und der damit verbundenen Stabilität von Knochen und Zähnen bei
  • in Zusammenspiel mit Kalium und Magnesium reguliert Calcium die Erregbarkeit von Nerven, Herz und Muskeln: Die spezifische Calciumkonzentration nimmt Einfluss darauf, ob ein Aktionspotential (also z.B. eine Muskelkontraktion) ausgelöst wird oder eben nicht.
  • die Aktivität einiger Enzyme sind Calcium-abhängig

Calcium und Phosphor bedingen sich gegenseitig (Gegenspieler), der Körper ist physiologisch also stets bemüht, beide in einem bestimmten Verhältnis zu einander zu halten. Diese sehr feine Abstimmung geschieht über die Hormone Parathormon und Calcitonin / Vitamin D.

Fällt der Calciumspiegel im Blut, wird in den Nebenschilddrüsen verstärkt das Parathormon gebildet und im Gegenzug die Produktion von Calcitonin in der Schilddrüse gedrosselt.

Aber wenn der Parathormongehalt im Blut dauerhaft zu hoch ist, z.B. weil die Fütterung nicht genug Calcium liefert, dann wird Calcium auch aus den Knochen und den Zähnen abgebaut. Nur so kann der notwendige Calciumspiegel im Blut aufrecht erhalten werden.

Diese Mechanismen laufen in umgekehrter Richtung ab, sobald ein Zuviel an Calcium im Blut registriert wird. Bis zu einem gewissen Grad kann Calcium von ausgewachsenen Hunden und Katzen über den Kot ausgeschieden werden.

Bei Welpen ist allerdings Vorsicht angezeigt: Diese Art der Calcium-Regulation funktioniert bei ihnen noch nicht in dem Umfang, wie es bei ausgewachsenen Hunden und Katzen der Fall ist.

Bis zu einem Alter von etwa 6 Monaten haben heranwachsende Hunde wie auch Katzen einen deutlich erhöhten Bedarf an Calcium, bedingt durch das in Relation starke Wachstum.

Auch trächtige / laktierende Hündinnen haben einen erhöhten Calciumbedarf.

 

Welche Calciumquellen kommen in Frage?

In welcher Form Calcium zugefüttert wird, ist immer eine individuelle Entscheidung. Grundsätzlich kann man natürlich Calcium in allen Varianten füttern, aber je nach Bedarf und Situation Deines Hundes oder Deiner Katze können bestimmte Calciumquellen sinnvoller sein als andere.

Aber der wesentliche Punkt ist: Calcium muss in irgendeiner Form zugefüttert werden. Der Körper ist auf die regelmäßige Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Muskelfleisch und Innereien allein reichen aber nicht aus, um den Calciumbedarf zu decken.

Gleiches gilt für Milchprodukte, immer noch ein gängiger Irrtum. Als alleiniger Calcium-Lieferant sind sie nicht geeignet, weil sie in Relation viel zu wenig Calcium enthalten.

Als Beispiel:
100 g Quark enthalten etwa 100 mg Calcium.
Der Calciumbedarf eines 20 kg – Hundes liegt bei 1600 mg pro Tag – er müsste also 1,6 kg Quark am Tag fressen, um den Calciumbedarf alleine daraus decken zu können.

 

Knochenfütterung: Was spricht dafür, was dagegen?

Rohe fleischige Knochen sind der natürlichste Calciumlieferant. Sie liefern nicht nur Calcium, sondern auch eine Vielzahl an anderen Mineralstoffen und Spurenelementen: z.B. Natrium, Magnesium, Zink und Mangan. Und (bzw. aber) vor allem auch Phosphor.
Der grosse Vorteil von Knochen: Sie liefern diese Stoffe in optimaler Bioverfügbarkeit und einer natürlich ausgewogenen Menge.

Bei Hunden und Katzen im Wachstum sind Knochen als Calciumlieferant aus diesem Grund unumgänglich, denn für ein gesundes Knochenwachstum wird nicht nur ausreichend Calcium benötigt,  sondern eben auch Phosphor und weitere Mineralstoffe.

 

Was tun bei Schlingern?

Hunde sind Schlingfresser. Und genau das kann bei der Knochenfütterung ein grosses Problem sein.

Werden zu große oder zu massive Knochen einfach herunter geschlungen, kommen sie im besten Fall direkt wieder rückwärts zum Vorschein, werden also erbrochen.

Es kann aber auch dazu führen, dass die Knochen länger im Magen- / Darm-Trakt verweilen, als nötig ist. Wenn die Knochen im Magen nur sehr langsam zersetzt werden können, weil eben sehr massiv, sehr groß oder der Hund zuwenig oder nicht ausreichend konzentrierte Magensäure ausbildet, ist das natürlich für den Hund unangenehm.

Zum anderen kann das zu Knochenkot oder zu Verstopfungen führen – auch das ist nicht unbedingt angenehm.

Wenn Dein Hund Schlingen neigt, solltest Du also in Relation zur Hundegrösse lieber eher kleinere oder gewolfte Knochen füttern.

Tragende bzw. sehr massive Knochen sind als Ganzes gefüttert generell nicht geeignet, hier besteht eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr durch Splitterbildung oder in Form von Zahnfrakturen.

Bei Katzen sollte man auf  relativ feingliedrige Knochen zurück greifen wie Hühnerflügel oder Hühnerhälse. Im Vergleich zu den sehr zarten Knochen der natürlichen Beutetieren sind die Knochen von Rind, Lamm,  etc. aber zum Teil auch von Geflügel deutlich massiver. Einer der Gründe, warum Katzen bei der Fütterung von ganzen Knochen oft zu Verstopfungen neigen.

In solchen Fällen solltest Du auf gewolfte Knochen zurück greifen.

Wann besser, gar keine Knochen füttern?

Bei einigen Erkrankungen ist es ratsam, auf Knochen zu verzichten, weil der enthaltene hohe Phosphor- bzw. Magnesium-Anteil ein Problem darstellen kann.

Dazu gehört die chronische Niereninsuffizienz (CNI) bei Katzen und die Neigung zu Harnsteinen.

Auch bei Pankreas-Erkrankungen sollte auf die Fütterung von Knochen verzichtet werden.

Und dann gibt es noch den Fall, dass Knochen schlichtweg nicht vertragen werden.

Das ist dann der Fall, wenn Knochen wegen mangelnder Magensäure-Produktion nur schlecht verdaut werden können, wenn der Hund grundsätzlich nach der Fütterung von stückigen RFK erbricht oder es permanent zu Knochenkot oder Verstopfung kommt, sobald Knochen gefüttert werden.

[bctt tweet=”Gekochte Knochen dürfen nie verfüttert werden.”]

Gekochte Knochen dürfen nie verfüttert werden. Wenn Du also für Deine Katze oder Deinen Hund selbst kochst, dürfen (gekochte) Knochen kein Teil der Fütterung sein.

Ebenfalls ein Grund, keine Knochen zu füttern: Wenn Dir die Knochenfütterung Unbehagen bereitet.
Sei es, weil Dein Hund sehr schlingt und Du Angst davor hast, dass er sich verletzt oder sei es, weil Du schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht hast. Es nutzt weder Dir noch Deinem Hund, wenn Du Knochen immer mit einem unguten Gefühl und Magengrummeln fütterst.

Um trotzdem genug Calcium ins Futter zu bekommen, musst Du auf andere Calciumquellen zurück greifen.

 

Knochenmehl

(Fleisch-) knochenmehl besteht aus gemahlenen Knochen, gflls  mit kleineren Fleischanteilen. Das enthaltene Calcium liegt in Form von Calciumphosphat vor.
Als Futterergänzung für Hunde und Katzen wird entweder Fleischknochenmehl oder kristallines Knochenmehl angeboten.

Der Unterschied? Fleischknochenmehl wird aus Knochen hergestellt, die einen geringen Fleischanteil besitzen. Im Gegensatz dazu wird Knochenmehl aus reinen Knochen gewonnen.
Die Knochen werden zunächst  im Autoklav sterilisiert, d.h. sie werden für mind. 20 Minuten bei einer Temperatur von 133 Grad und unter Einwirkung von Druck  haltbar gemacht.

Danach werden sie gemahlen. Der Körnung kann dabei je nach Knochenmehl sehr unterschiedlich sein, Knochenmehl ist normalerweise etwas feiner vermahlen als Fleischknochenmehl.
Auch Farbe und Geruch unterscheiden sich: Während Knochenmehl gräulich-weißlich und relativ geruchsneutral, Fleischknochenmehl ist durch den enthaltenen Fleischanteil bräunlich und hat einen geringen Eigengeruch.

Worauf Du unbedingt achten solltest: Dass der Calcium-Anteil des Knochenmehls den Phosphor-Anteil überwiegt und zwar um etliche Prozent.

Bei einigen (Fleisch-)Knochenmehlen überwiegt der Phosphor-Anteil oder ist fast genauso hoch wie der Calcium-Anteil. Das entspricht jedoch nicht dem natürlichen Calcium-Phosphor-Verhältnis eines Knochens.

Die Nachteile, die daraus entstehen: Zu hohe Phosphor-Gesamtwerte in der Fütterung und dadurch ein verschobenes Verhältnis der Mineralstoffe untereinander.

Verwendest Du ein Knochenmehl mit einem ungünstigen Calcium-Phosphor-Verhältnis als alleinigen Calciumlieferanten, kann das auf Dauer unter anderem zu einer übermäßigen Belastung der Niere führen.

Das Knochenmehl sollte außerdem sortenrein sein (also von einer einzelnen Tierart stammen) und es sollten keine weiteren Zusätze enthalten sein, d.h. keine künstlichen Vitamine oder andere zugesetzten Inhaltsstoffe. Bei Welpen kann es angezeigt sein, ein Knochenmehl mit insgesamt höheren Ca-/Ph-Werten zu nutzen.

Calcium: Je nach Sorte etwa zwischen 25-35%
Phosphor: Je nach Sorte etwa zwischen 7-25%

Beispiele: Pernaturam Fleischknochenmehl, MCH-Calcium

 

Eierschalenmehl

Hierbei handelt es sich tatsächlich ganz einfach um fein gemahlene Eierschalen.

Dass die Eierschalen wirklich fein vermahlen sind, ist in diesem Fall wesentlich, um eine gute Bio-Verfügbarkeit gewährleisten zu können.

Je besser Calcium vom Köper aufgenommen werden kann, desto höher ist der Wirkungsgrad. Grössere Stücke Eierschale werden mitunter wieder ausgeschieden, ohne dass das enthaltene Calcium herausgelöst werden konnte.

Eierschalen bestehen in erster Linie aus Calciumcarbonat, andere Mineralien und Spurenelemente sind in kleinen Mengen enthalten. Der Phosphor-Gehalt liegt im Normalfall um 1%, ist also für die Fütterung so gut wie irrelevant.

Das kann genauso von Vorteil sein, wie es eher ungünstig sein kann – dabei kommt es immer auf den Einzelfall an.

Durch den relativ hohen Calciumgehalt bei zeitgleich geringem Phosphor – Gehalt erzielt man im Hinblick auf Ca / Ph insgesamt niedrige Gesamtwerte.

 

In welchen Situationen ist das wichtig?

  • bei Hunden und Katzen mit Nierenerkrankungen / chronischer Niereninsuffizienz (CNI)
  • Neigung zu Harnwegserkrankungen
  • bei alten und sehr alten Tieren (abhängig von den Nierenwerten –  bei alten Katzen sollte man durchaus prophylaktisch den Phosphorgehalt im Futter aufgrund der erhöhten Anfälligkeit der Nieren etwas reduzieren)

 

Umgekehrt sollte man bei heranwachsenden Tieren keinesfalls ausschließlich Eierschalenmehl als alleinigen Calciumlieferanten nutzen.

Hier wären die Gesamtwerte zu niedrig, denn im Wachstum besteht z.B. auch ein höherer Phosphor-Bedarf. Knochen und / oder Fleischknochenmehl ist da wesentlich besser als Calciumquelle geeignet.

Das Phosphor-arme Eierschalenmehl  kann man auch mit rohen fleischigen Knochen oder (Fleisch-) Knochenmehl kombinieren bzw. abwechseln, in diesem Fall erzielt man Werte im mittleren Bedarfsbereich, was gerade für Katzen von Vorteil sein kann.

Calcium: ca. 38%
Phosphor: ca. 1%

Weitere enthaltene Spurenelemente am Beispiel von Lunderland Bio-Eierschalenmehl (Angaben pro Kilogramm):
Magnesium: 3660 mg  Kalium: 370 mg  Natrium: 870 mg  Eisen: 12 mg  Kupfer: 1,3mg  Zink: 2,4mg

Beispiele: Lunderland Eierschalenmehl

 

Algenkalk

Genau wie Eierschalenmehl ist Algenkalk ein reines Naturprodukt, das sehr gut resorbierbares Calcium in Form von Calciumcarbonat liefert.
Algenkalk wird aus mineralisierten, sedimentierten Ablagerungen der Rotalgen gewonnen, gefüttert wird es als fein gemahlenes Pulver.

Der Unterschied zum Eierschalenmehl: Algenkalk verfügt über einen höheren Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen. Bemerkenswert ist hierbei vor allem der Gehalt an Magnesium, der mit 7-10% relativ hoch liegt. Aber auch Kieselsäure, Jod, Selen, Zink, und Kupfer finden sich im Algenkalk. Was hingegen nicht vorhanden ist: Phosphor. Der Gehalt liegt im Regelfall bei nicht mal 0,1 %.

Verzichten sollte man auf Algenkalk als alleinigen Calciumlieferanten bei der Neigung zu Struvitsteinen. Grund ist eben jener erhöhte Gehalt an Magnesium.

Bei Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten wird Algenkalk hingegen sehr häufig gut und reaktionslos vertragen. Benötigt man ein Calciumzusatz, weil man keine Knochen einer Tierart findet, die vertragen wird, ist Algenkalk evtl. eine Alternative.

Bei Schilddrüsenüberfunktionen oder medikamentös behandelten Schilddrüsenunterfunktionen musst Du berücksichtigen, dass Algenkalk auch Jod enthält, wenn auch in geringer Menge (nicht zu verwechseln mit dem hohen Jodgehalt im Seealgenmehl).

Calcium: ca. 32-34%
Phosphor: ca. 0,1%

Beispiele: Lunderland Algenkalk

 

Calciumcitrat

Calciumcitrat ist das Calcium-Salz der Citronensäure.

Es fällt bei der Gewinnung von Citronensäure an – in der Natur kommt Calciumcitrat in Reinform nicht vor.

Calciumcitrat ist für den Körper sehr einfach resorbierbar. Bei der Aufspaltung im Magen wird nicht nur das Calcium herausgelöst, sondern es entsteht auch Citronensäure. Diese wiederum kann zur Energiegewinnung in den Citronensäurezyklus verwertet werden.

Calciumcitrat ist ein sogenannter “reiner” Calciumzusatz.
Außer Calcium sind keine anderen Mineralstoffe oder Spurenelemente enthalten, die bei der Fütterung eine Rolle spielen – auch kein Phosphor.

D.h. auch hier: Ergänzt Du Calcium ausschließlich über Calciumcitrat, hast Du eher niedrige Gesamtwerte. Das gilt für Phosphor, aber natürlich genauso für andere Mineralien und Spurenelemente.

Calciumcitrat wird daher meistens dann eingesetzt, wenn ein niedriger Phosphorgehalt oder ein niedriger Mineralstoffgehalt in der Fütterung sinnvoll ist: Hier wären in erster Linie Nieren- und Harnwegserkrankungen zu nennen.

Was in Bezug auf Harnwegserkrankungen aber nicht stimmt: Dass Calciumcitrat den Urin ansäuert, obwohl man diesen Ratschlag bei Struvitsteinen immer noch oft liest.

Calciumcitrat ist auch dann ein besonders geeigneter Zusatz, wenn Calcium besonders gut und schnell resorbiert werden soll, z.B. bei einem festgestellten Calciummangel.

Außerdem ist es ein guter Calciumlieferant, wenn Du keine Knochen füttern kannst oder möchtest und Dein Hund mit Calciumcarbonaten Probleme hat (Bei Katzen ist dies deutlich seltener zu finden), z.B. nach der Fütterung von Calciumcarbonat häufig aufstoßen muss oder mit Aufgasungen reagiert.

Falls auschließlich Calciumcitrat der Calciumlieferant in der Fütterung, solltest Du kontrollieren, ob der Gehalt an anderen Mineralstoffen und Spurenelementen ausreichend ist.

Calcium: 21%%
Phosphor: 0%

 

Dicalciumphosphat

Dicalciumphosphat wird auch mineralischer Knochenmehlersatz bezeichnet. Es liefert ähnlich wie (Fleisch-) Knochenmehl Calcium und Phosphor in grösseren Mengen, insbesondere der Calciumgehalt liegt im Bereich von Fleischknochenmehl.

Der Unterschied: Der Phosphoranteil im Dicalciumphosphat ist höher, d.h., der Phosphor- und Calciumgehalt liegen prozentual näher zusammen. Je nach Ausgangssituation kann es also sinnvoll sein, Dicalciumphosphat mit einem Calcium-Zusatz zu kombinieren, der viel Calcium, aber kein oder nur minimal Phosphor enthält.

Dicalciumphosphat wird oft von Tierärzten für Ausschlußdiäten oder bei Allergien empfohlen, weil es gut verträglich ist.

Allerdings solltest Du auch bei Dicalciumphosphat im Hinterkopf haben, dass es so gut wie keine weiteren Spurenelemente enthält. Wenn Dicalciumphosphat also regelmäßiger Bestandteil Deiner Fütterung ist bzw. Du nur Dicalciumphosphat als Calciumlieferant einsetzt, lohnt ein Blick auf die sonstige Versorgung mit Spurenelementen und Mineralstoffen.

Calcium: etwa zwischen 23 und 26%
Phosphor: etwa zwischen 17 und 22%

Beispiele: Dicalciumphosphat

 

Fazit:

    • In welcher Form Du Calcium zufütterst, ist immer auch von der Bedarfssituation Deines Hundes bzw. Deiner Katze abhängig. Die Bedürfnisse sind je nach Lebensalter unterschiedlich, genauso, wie sie es bei Hunden und Katzen sein können.Macht es z.B. durchaus Sinn, Katzen ab einem gewissen Alter etwas phosphorreduzierter zu füttern, also evtl. ein Calciumpräparat ohne zusätzlichen Phosphor-Anteil zu wählen, ist das bei (gesunden) Hunden meistens nicht notwendig.
    • Knochen / Fleischknochenmehl sind die natürlichesten Calciumquellen, der hohe Phosphor- bzw. Mineralstoffgehalt kann jedoch ein Grund sein, der gegen die Fütterung von Knochen spricht.  Genauso oft kommt es vor, dass eine Knochenfütterung schlecht vertragen wird.
    • In diesen Fällen kann man den Calciumbedarf problemlos über andere Calciumzusätze decken, die Auswahl ist so vielfältig, dass man jeden Bedarf individuell abdecken kann.
    • Fütterst Du hauptsächlich Calciumpräparate, die wenig andere Spurenelemente enthalten, solltest Du prüfen, ob die Versorgung über andere Komponenten in der Ernährung ausreichend abgedeckt ist.
    • Ein längerfristiges oder dauerhaftes Zuviel von Calcium in der Ernährung ist genauso problematisch wie ein Zuwenig. Da die Calcium-Phosphor-Regulierung sehr sensiblen Mechanismen zugrunde liegt, solltest Du den Calciumbedarf eines Hundes bzw. Deiner Katze kennen und diesen nicht längere Zeit über- oder unterschreiten. Bei Welpen kann dies sehr schnell irreversible Schädigungen und dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen.
    • Verschiedene Calciumquellen können auch kombiniert gefüttert werden, um ggflls Bedarfswerte ideal abzudecken.

 

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